TONSPUR für einen öffentlichen raum
Klangarbeiten im MuseumsQuartier Wien
Ein Projekt von Georg Weckwerth und Peter Szely


TONSPUR_lost
Maryanne Amacher [1938–2009]
Alvin Curran [US]*
Hello, How Are You? [For M. A.], 2015
8-Kanal Klangarbeit, 7-teilige Bildstrecke
Dauer 24:00 min
Stimmen: Maryanne Amacher & Clifford, ein Papagei
Komposition & Audiomontage: Alvin Curran
Technische Assistenz: Angelo Maria Farro, Luca Spagnoletti
Tonmeister: Robert Pavlecka
Produktion TONSPUR Kunstverein Wien
für die Reihe TONSPUR für einen öffentlichen raum
Dank an Elisabeth Schimana
Besonderer Dank an Elisabeth Zimmermann & ORF Kunstradio
*Vormaliger TONSPUR-Artist-in-Residence für die
TONSPUR 14 “Vindobona Blues”
Ein Projekt im Rahmen von
“Destination Wien 2015 EXTENDED”



25.05.15–22.08.15
MuseumsQuartier Wien
TONSPUR_passage [zwischen MQ Hof 7 + 8]
Täglich 10–20h
Eröffnung: So 24.05.2015, 17h
Einleitende Worte:
Georg Weckwerth [Künstlerischer Leiter TONSPUR Kunstverein Wien]
Texte:
Alvin Curran “In Memory of Maryanne Amacher” – lesen
Helga de la Motte-Haber “Wahrnehmungsgeographien” [courtesy IMA] – lesen







HELLO, HOW ARE YOU? [FOR M. A.]
Maryanne Amacher war nicht nur eine der interessantesten KomponistInnen, sondern auch eine der besten Freundinnen, die ich je hatte... Sie als Person, aber auch ihre einmaligen Werke und Auftritte ließen niemanden unberührt.
„Hello, How Are You“ basiert auf Tonaufnahmen, die ich mit Maryanne 1970 auf der Harmony Ranch, einer Künstlerkommune in Connecticut, gemacht hatte. Sie bestanden im Wesentlichen aus Gesprächen zwischen Maryanne und dem Hauspapagei Clifford, die sich beide täglich ihrer Interspezieskommunikation hingaben. Andere Feldaufnahmen wiederum hatte Maryanne gemeinsam mit Serge Tcherepnin hergestellt. Auf ihnen hört man die Piepschöre winziger Laubfrösche, die im Mittfrühling nächtelang ihre komplizierten Kanons quaken...
Aus diesen speziellen Klangerinnerungen von vor 45 Jahren habe ich Sequenzen gestaltet, von denen ich einige unverändert beließ, andere modifizierte. Beigefügt wurden Klänge, die stark an Maryannes musikalische Experimente erinnern. Die zusätzlichen Aufnahmen stammen vom Bostoner Hafen (das Nebelhorn des Feuerschiffs Nantucket, das ich bereits in den frühen 80er-Jahren aufnahm) und von der ewigen Brooklyn Bridge. Der Klang zweier elektronisch bearbeiteter Sackpfeifen, den Maryanne und ich beide mochten, spielt eine weitere Hauptrolle.
Diese Arbeit ist MA gewidmet. Ab 24. Mai 2015 ist sie in der TONSPUR_passage im MQ Wien zu hören. Das 24 Minuten lange Stück ist strukturiert in Sets aus überlappenden Ambient-Klängen, montiert über einer unregelmäßigen aber konstanten Spur des Maryanne/Clifford-der-Papagei Dialogs. Der Hörer kann in jedem Moment einen einzelnen, gleichzeitig wesentlichen Teil der Arbeit hören, welcher ihn selbst bei kurzer Verweildauer in Kontakt bringt mit meiner persönlichen Klangwelt, die ich hier anbiete.
Maryanne war berüchtigt dafür, nachtaktiv zu sein. Ihre nächtlichen Phantasien spiegeln sich in den sieben Zufallsfotos von Nachthimmeln wider, deren Auswahl Georg Weckwerth besorgte.


BIOGRAPHIE
Alvin Curran, geboren 1938 in Providence, Rhode Island, Vereinigte Staaten, lebt und arbeitet in Rom, Italien. Vormaliger TONSPUR-Artist-in-Residence im quartier21/MQ für die TONSPUR 14 „Vindobona Blues“.
alvincurran.com
“a great site”










Bundeskanzleramt Kunst


TONSPUR_LOST PASSAGENGALERIE
Gestaltet von Alvin Curran & Georg Weckwerth –